Aktuelles


Hauszeitung der Kirchlichen Sozialstation in Teningen:

 

Ausgabe Frühjahr 2019- Artikel der aktuellen Ausgabe

 

 

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie andere Sozialstationen in der Region sind wir vom Fachkräftemangel betroffen. Deshalb werden wir sehr viel Energie und auch Geld einsetzen, um unseren Mitarbeitenden befriedigende Arbeitsplätze mit entsprechenden Fort- und Weiterbildungen zu bieten.

Meiner Vorstandskollegin Angela Müller (PDL) und mir als neuer Geschäftsleiterin ist klar:

Wir wollen ein attraktiver Arbeitgeber sein, der sich auch um die Gesundheit der Mitarbeiterinnen sorgt. Deshalb machen wir mit beim Projekt „BELV 2.0 gesundes Arbeiten9 gestalten“, für das wir uns erfolgreich beworben haben. Wir brauchen ein starkes Team mit selbstbewussten und gesunden Mitarbeitenden, um unsere Kunden gut versorgen zu können. Dazu ist jede/r einzelne Mitarbeitende wichtig – in der Pflege, Hauswirtschaft, Betreuung, Verwaltung.

 

Ich grüße Sie ganz herzlich

Eveline Mießmer

Geschäftsleitung und Vorständin

Unsere Betreuungsgruppen in Malterdingen und Teningen

 

Spiel und Spaß in der WINDROSE und im MEMORY

Freitagnachmittags ist großes Hallo im Jakob-Otter-Gemeindehaus in Malterdingen. Ab 14:00 Uhr treffen sich hier Seniorinnen und Senioren in der Betreuungsgruppe WINDROSE.

Zeitgleich kommen in Teningen die Gäste der Betreuungsgruppe MEMORY zusammen. Hier wie dort sind unsere Gäste sind alte Menschen, die zu Hause nicht mehr alleine zurechtkommen.

In der Betreuungsgruppe erleben sie einen unterhaltsamen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen. Die älteste Teilnehmerin in Malterdingen ist 98 Jahre alt und mit großem Spaß dabei. Aus dem Programm stehen einfache Bewegungsspiele wie Volleyball mit Luftballons, Sitztänze und gemeinsames Singen – geliebt als heimlichen Hymne: „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“. Es wird gerätselt, gewürfelt und gespielt, Geschichten werden vorgelesen. Zu besonderen Anlässen werden die Räume festlich geschmückt.

In Malterdingen leitet Elisabeth Zipse seit über 15 Jahren diese Gruppe, die damals auf Anregung des Pfarrers gegründet wurde. Derzeit besuchen fünf Gäste die Betreuungsgruppe – es sind noch Plätze frei. „Uns ist es wichtig, den betagten Besuchern einen schönen Nachmittag zu schenken“ erklärt Elke Ampßler, die die Betreuungsgruppe MEMORY leitet, die wir an zwei Tagen in der Woche in Teningen anbieten. Und während die Gäste das Zusammensein in den Gruppen genießen können sich die Angehörigen über ein paar freie Stunden freuen.

Insgesamt 15 Helferinnen sorgen für eine sichere und abwechslungsreiche Betreuung der Gäste. Für ihre Aufgaben haben wir sie qualifiziert – was wichtig ist, um auch verzwickte Situationen sicher begleiten zu können.

Unsere Betreuungsgruppen

  • WINDROSE in Malterdingen im Gemeindehaus, Mönchshof 5, freitags 14 Uhr – 18 Uhr
  • MEMORY in Teningen in der Sozialstation, Tscheulinstraße 4, dienstags und freitags, 14 Uhr bis 18 Uhr

Die Gäste werden meist von ihren Angehörigen gebracht und abgeholt. Wir bieten aber auch einen Fahrdienst an.

25 EUR pro Nachmittag.

Gäste werden meist von ihren Angehörigen gebracht und abgeholt. Wir bieten auch einen Fahrdienst an. Sprechen Sie uns an, um zu erfahren, welche Kosten die Pflegekasse evtl. übernimmt.

Anmeldungen: Eveline Mießmer, Geschäftsleitung der Sozialstation, Telefon 07641 96269821

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Demenz: Häusliche Pflege zwischen Fürsorge und Fixierung

 

 

Für Sicherheit sorgen, ohne zu schaden

Wer zu Hause einen Angehörigen betreut, der an Demenz erkrankt ist, kennt die Angst vor dem, was passieren kann und vielleicht auch schon einmal passiert ist: Der Kranke verlässt unbemerkt die Wohnung, verirrt sich im Straßengewirr und gefährdet sich und andere im Straßenverkehr. Oder er verletzt sich bei dem Versuch, aus dem erhöhten Pflegebett aufzustehen. Wie lässt sich hier vorbeugen?

Menschen mit Demenz können sich zeitlich und räumlich häufig nicht mehr orientieren und werden im Verlauf der Krankheit oft auch körperlich gebrechlich. Stürze, Weglaufen, Verirren können die Folge sein. Viele pflegende Angehörige fühlen sich deshalb zum einen völlig hilflos, zum anderen aber auch voll verantwortlich. Sie greifen darum nicht selten zu drastischen Mitteln, um die Gefahren zu bannen: Bettgitter werden hochgezogen, beruhigende Medikamente verabreicht, Haus- und Wohnungstüren verriegelt.

Was auf den ersten Blick vielleicht verständlich wirkt, ist jedoch äußerst risikoreich: Wer ein geschlossenes Bettgitter übersteigt oder bei abgeschlossener Wohnungs- oder Haustür die Wohnung dann eben durch ein Fenster oder über den Balkon verlässt, verletzt sich meist umso schwerer. Außerdem – was oft gar nicht bekannt ist: Solche so genannten „freiheitsentziehenden Maßnahmen“ sind auch rechtlich bedenklich.

Nach Angaben von Praktikern sind bis zu sechs Prozent aller Pflegebedürftigen von freiheitsentziehenden Maßnahmen betroffen. Das geht aus der Studie ReduFix ambulant hervor, die von der Evangelischen Hochschule Freiburg vor einigen Jahren im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald unter Beteiligung der Kirchlichen Sozialstationen durchgeführt wurde. Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen schätzen sogar, dass knapp zehn Prozent aller Pflegebedürftigen in der häuslichen Pflege mindestens einmal betroffen sind – die meisten von ihnen demenziell erkrankt. Die gute Nachricht: So genannte körpernahe Fixierungen mit Bändern und Gurten kommen in der häuslichen Pflege eher selten vor. Zum Glück: Es ist nämlich besonders gefährlich, wenn pflegebedürftige oder demenziell verwirrte Personen mit Gürteln, Mullbinden oder Ähnlichem an Stühlen oder im Bett festgebunden sind.

Der Gesetzgeber sieht – anders als im Heim – keine Genehmigungspflicht bei freiheitsentziehenden Maßnahmen in der häuslichen Pflege vor. Allerdings verlangen immer mehr Betreuungsgerichte diese Genehmigung, wenn ein Pflegedienst in Anspruch genommen wird. Dann sollten sich Angehörige als rechtliche Betreuer bestellen lassen. Letztlich lässt sich nicht jedes Risiko ausschließen – trotz des meist immensen Einsatzes, den pflegende Angehörige aufbringen. Dies rechtfertigt jedoch nicht die Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Auch wenn die Entwicklung hier noch am Anfang steht, gibt es erprobte Alternativen.

Technische Hilfen und Lebensqualität

In der häuslichen Pflege geht es also darum, zwei Bedingungen zu vereinbaren und zu verbessern: die Sicherheit und die Lebensqualität sowohl des kranken Menschen als auch der Angehörigen. Möglich wird das durch technische Hilfsmittel. GPS, Sensortechnik, intelligente Fußböden, Niederflurbetten, Mobilfunkkommunikation sind erprobte technische Helfer. Zur Lebensqualität für den Menschen mit Demenz gehört aber unbedingt auch die Gewissheit, teilhaben zu können, akzeptiert zu sein, nicht kontrolliert zu werden. Deshalb sind die Gefahren des Technikeinsatzes zu bedenken: Auch Technik kann auch zur weiteren Kontrolle eines kranken Menschen führen. Dann gewinnt der Sicherheitsaspekt wieder die Oberhand.

Technische Hilfen

  • Sensormatte: Eine Alarmtrittmatte vor dem Bett meldet mit einem akustischen Signal, wenn der Kranke aufsteht. Angehörige können dann in Ruhe nachsehen, was los ist.
  • Niedrig-Pflegebett: ggf. verbunden mit einer Alarmtrittmatte, vermeidet Verletzungen wie bei einem Sturz aus größerer Höhe. http://momosan.com/momat.html
  • Beleuchtete Handläufe geben Orientierung in der Nacht.
  • https://www.flexo-handlauf.de/handlauf/handlauf_1001.php
  • GPS-Ortungsgerät: Wenn sich ein Kranker noch sicher im Straßenverkehr zurechtfindet, hilft GPS, dass er sich frei bewegen und trotzdem geortet werden kann.

 

Einfache, nichttechnische Mittel

  • Stoppersocken schützen vor Stürzen bei Gangunsicherheit. Sie können verhindern, dass ein Mensch stürzt, wenn er zum Beispiel unbemerkt das Bett verlässt. Bereits im Bett getragen wärmen die Socken schön und sind beim Aufstehen gleich am Fuß.
  • Signalgeber: Eine einfache Klingel oder ein Windspiel an der Tür verhindert, dass die Wohnung unbemerkt verlassen werden kann.

 

Praxistaugliche Tipps zur Orientierung und Verkehrssicherheit

Wenn Sie einen an Demenz erkrankten Menschen betreuen

  • geben Sie ihm Ihre Adresse und Mobil-Nr. mit und/oder
  • nähen Sie die Adresse und Mobil-Nr. in der Jacken -oder Mantelinnenseite gut sichtbar ein
  • prüfen Sie auf vertrauten Wegen seine Orientierung und Verkehrssicherheit
  • legen Sie eine Liste mit seinen bevorzugten Zielen an
  • halten Sie ein aktuelles Foto von ihm bereit, falls Sie ihn suchen lassen müssen
  • informieren Sie Nachbarn über die Demenzerkrankung
  • organisieren Sie für eine souveräne und zuverlässige Begleitung

Das hilft Angehörigen

Lassen Sie sich unterstützen und entlasten!

  • Die Studie ReduFix ambulant hat gezeigt, dass pflegende Angehörige häufig nicht alle Leistungen der Pflegeversicherung ausschöpfen. Deshalb: Lassen Sie sich von den Kirchlichen Sozialstationen unbedingt zu Betreuungsangeboten, Verhinderungs- und Kurzzeitpflege beraten. Und: Um sich selbst zu entlasten und die Bewegungsfreiheit des Kranken zu erhalten, sollten Sie sich nicht scheuen, auch Vereinskollegen, Freunde, Bekannte, Nachbarn und andere Familienmitglieder um konkrete Unterstützung zu bitten: Wer kann mit unserer demenzkranken Mutter regelmäßig spazieren gehen? Wer würde mit meinem demenzkranken Mann ab und zu Rad fahren – vielleicht sogar mit einem Tandem?

hilfreiche Adressen

Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald

  • Beratungsstellen für ältere Menschen und deren Angehörige www.beratung-senioren.de
  • Pflegestützpunkt www.pflegestuetzpunkt-breisgau-hochschwarzwald.de

Landkreis Emmendingen

  • Pflegestützpunkt pflegestuetzpunkt@landkreis-emmendingen.de

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Hygiene: Hände waschen und gesund bleiben

Sie haben es in der Hand!

„Nach dem Klo und vor dem Essen, Händewaschen nicht vergessen!“ Wer sich als Kind ständig diesen Reim anhören musste, fühlt sich vielleicht heute noch davon genervt. Tatsächlich aber gibt es keine einfachere Methode, Krankheitserreger wirkungsvoll auszuschalten und von Infekten verschont zu bleiben als eben – Händewaschen.

Wo Menschen sind, sind auch Bakterien. Was kaum bekannt ist: Die meisten dieser unsichtbaren Mikroorganismen liegen auf der Hand – genauer gesagt: Sie siedeln auf dem Zeigefinger.

Aufgefangen an Türgriffen und Einkaufswagen, Ampel- und Aufzugsknöpfen, beim Toilettengang – und vor allem beim Händeschütteln. Mit jedem Handschlag tauschen wir unzählige Keime aus und verteilen sie danach freigiebig auf Oberflächen weiter.

Die meisten Bakterien sind für den Menschen unschädlich. Viele tun uns sogar gut. Dazu gehört – das hat sich spätestens seit dem Bestseller „Darm mit Charme“ herumgesprochen – der Mikrokosmos in unserem Darm. Andere Keime, Sporen und natürlich Viren sind dagegen gefährliche Feinde und können besonders für Kinder und alte Menschen lebensbedrohlich werden.

Ob Bakterien Schaden anrichten oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab – zum Beispiel davon, ob es sich um infektiöse Keime handelt und ob es ihnen gelingt, etwa über Schleimhäute oder Atemwege, in den Körper einzudringen und so einen Infekt auszulösen. Der Mediziner und Komiker Eckart von Hirschhausen schätzt, dass 85 Prozent aller Ansteckungen durchs Händeschütteln ins Rollen kommen – allein mehr als 40 Prozent der Durchfallerkrankungen und mehr als 25 Prozent der grippalen Infekte und Erkältungen. Das heißt: Wir können Erkältungen, Husten, Schnupfen und Magen-Darm-Erkrankungen ein Schnippchen schlagen, wenn wir entweder aufs Händeschütteln ganz verzichten oder die Hände zumindest mehrmals täglich ausreichend waschen!

Hand aufs Herz: Wie oft, wie lange?

Selbstverständlich oder gar beliebt ist Händewaschen merkwürdigerweise nicht. Nach einer Meldung bei FOCUS Online im Jahr 2014 waschen sich 10 Prozent nach dem Toilettenbesuch gar nicht die Hände, jeder Vierte nur mit Wasser. Wenn überhaupt beträgt die durchschnittliche Dauer des Händewaschens nur sechs Sekunden. Und: Männer waschen sich offenbar weniger oft die Hände als Frauen. So gelangen laut Bergischer Krankenkasse Bakterien ungehindert und oft genug „vom Hosenschlitz zum Aufzugsknopf“.

Gesundheit – mit Händen zu greifen

Händewaschen – so geht es: Beide Hände und Handgelenke unter warmes Wasser halten, dann einseifen, Fingerkuppen und -zwischenräume sowie das Nagelbett nicht vergessen. 30 Sekunden lang waschen – so viel Zeit braucht der Seifenschaum, um die Hülle der Bakterien oder Viren zu zerstören und die Erreger damit unschädlich zu machen. Hände unter fließendem Wasser gut abspülen und sofort gut abtrocknen.

Flüssigseife ist hygienischer und verteilungsfreudiger als Seife am Stück.

Mehrmals täglich Hände waschen – etwa wenn man nach Hause, an den Arbeitsplatz, vom Einkaufen oder aus öffentlichen Verkehrsmitteln kommt; bei sichtbar verschmutzten Händen; vor

46 dem Zubereiten von rohen Mahlzeiten (zum Beispiel Salat), nach dem Umgang mit rohem Fleisch, vor dem Essen; nach dem Niesen, nach der Toilette.

Pflegende Angehörige: Wer zu Hause einen Kranken pflegt, sollte die Sozialstation oder den Hausarzt ansprechen und sich beraten lassen, ob und wann eine Händedesinfektion nötig ist.

Händedesinfektion: Hierbei werden die Hände mit einem auf Alkohol basierenden und speziell für die Hände entwickelten Desinfektionsmittel behandelt. Die Einwirkungszeit von mindestens 54 Sekunden tötet Krankheitserreger sicher ab. Experten raten jedoch: Im gesunden persönlichen Umfeld ist das Waschen mit Wasser und Seife völlig ausreichend.

Tipp: Öffentliche Türklinken nach dem Händewaschen besser gar nicht erst anfassen, sondern mit dem Ellenbogen nach unten herunterdrücken.

Tipp: Wenn man niesen muss, besser in die Armbeuge als in die Hand.

Tipp: Besonders in Erkältungszeiten aufs Händeschütteln lieber ganz verzichten.

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